Sicherheit im Job: Ausbildung zum Handelsfachwirt

“Abitur geschafft, toll! …und was nun?” Die Frage stellen sich immer mehr Schulabgänger. Viele tendieren zu einem Studium – um überhaupt einfach mal zu studieren – andere wiederum setzen auf eine Ausbildung. Hierbei ist besonders die Ausbildung zum Handelsfachwirt beliebt: Ob mit oder ohne Vorkenntnisse, da wird schon was gescheites bei rauskommen. Denn mit der Ausbildung Handelsfachwirt ist man immer auf der sicheren Seite – oder nicht?

Wo liegen die Einsatzgebiete bei einer Ausbildung zum Handelsfachwirt?

Der Handelsfachwirt gehört zur mittleren Managementebene und arbeitet im Groß- und Einzelhandel. Er kann in einem einfachen Ladengeschäft arbeiten, eine kleine Filiale leiten oder aber auch eine anspruchsvollere Zweigniederlassung führen.

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Eine Ausbildung zum Handelsfachwirt erfolgt über Schulungen (c) Rainer Sturm / pixelio.de

Warenhäuser mit persönlichem Kontakt zu Kunden können ebenso zum Einsatzgebiet gehören wie der Versandhandel über das Internet. Eine Ausbildung als Handelsfachwirt beim Traditions-Juwelier Wempe kann hier beides beinhalten.

Die klassische Ausbildung mit dem speziellen Clou

Die typische Ausbildung zum Handelsfachwirt wird jemand einschlagen, der nach dem Abitur keine Lust hat, im Elfenbeinturm einer Universität in theoretischer Betriebswirtschaftslehre zu versauern. Die Ausbildung Handelsfachwirt ist per Definition eine Weiterbildung für Abiturienten.

    Der Clou an der Ausbildung zum Handelsfachwirt ist der, dass am Ende, je nach Ausrichter, bis zu drei Abschlüsse mitgenommen werden können:

  • Zum einen durchläuft der Auszubildende in der Praxis die Lehre zum Einzelhandelskaufmann/frau.
  • Zum anderen bekommt er/sie von der IHK den Abschluss Geprüfter Handelsfachwirt/in.
  • Drittens kann der Auszubildende den Status eines sogenannten Substituts erlangen (Assistent des Abteilungsleiters).

Ausbildung Handelsfachwirt: Es ist, was man daraus macht

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Initative zeigen und wissbegierig sein führt zu Erfolg in der Ausbildung zum Handelsfachwirt (c) Tony Hegewald / pixelio.de

Die Ausbildung Handelsfachwirt ist das, was man/frau daraus macht. Je nachdem, wie sehr der Auszubildende sich persönlich anstrengt, eine Spitzenkraft in den einzelnen Bereichen wie Personalplanung, Wareneinkauf, Lagerhaltung und Marketing zu werden, wird er am Ende eine sichere Stelle oder eine tolle Empfehlung bekommen – oder eben auch nicht.

Geht noch mehr?

Leute, die den Abschluss gemacht haben, spielen auch mit dem Gedanken, den Betriebswirt IHK noch dranzuhängen.

Allerdings ziehen es andere vor, ihren Abschluss doch durch einen Bachelor in BWL zu vergolden. Der Hochschulabschluss scheint in Deutschland das Non-Plus-Ultra zu sein. Tatsächlich trennt in der realen Jobwelt die Berufserfahrung die Spreu vom Weizen: Im Handel werden oft die Praktiker den Studierten vorgezogen.

Wie sind die Aussichten?

In den klassischen Jobsuchmaschinen findet sich die Bezeichnung Handelsfachwirt nicht als Stellenprofil, bestenfalls der Fachwirt/Handel. Es werden jedoch eine große Anzahl an Abteilungs-, Filial- und Teamleitern gesucht, bei denen ein Abschluss als Handelsfachwirt wünschenswert ist. In jedem Fall verlangen die Arbeitgeber in diesen Stellenanzeigen ausgiebige Erfahrungen in diversen Bereichen des Handels, worin der/die Geprüfte Handelsfachwirt/in mithalten kann. Es kommt ganz darauf an, wie er/sie sich während der Ausbildung zum Handelsfachwirt geschlagen hat.

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